Überregionales aus Spanien

Costa Blanca Nachrichten
Clubes Náuticos senden SOS
Oktober 12, 2017
Alicante –mar. Am 6. und 7. Oktober trafen sich in Alicante die Vertreter von 196 Jachtclubs (Clubes Náuticos) aus ganz Spanien zu einem Kongress, auf dem sie nicht weniger als um ihr „Überleben“ rangen. So dramatisch jedenfalls schildert José Jaubert, Präsident der Vereinigung Ceacna, in der rund Dreiviertel aller Clubs in Spanien organisiert sind, die Lage. Ohne die Unterstützung der Politik könnten die genossenschaftlich organisierten Clubs, die per Statut „nicht profitorientiert“ seien, aber eine „bedeutende gesellschaftliche Rolle“ spielen, nicht gegen „kapitalstarke, private Konkurrenz bestehen“.
Quelle: Originaltext aus der CBN vom 13. Oktober 2017

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Costa Blanca Nachrichten
Blei für verbranntes Rom
September 21, 2017

Villajoyosa/anne. Zwischen 64 und 68 nach Christus sticht in Gades, dem heutigen Cádiz, ein imposantes Handelsschiff in See und nimmt Kurs auf die Hauptstadt des Reiches: Rom. Geladen hat es tausende Amphoren, die mit der fischigen Soße Garum – dem Standardgewürz der römischen Küche – gefüllt sind, sowie Bleibarren aus der Sierra Morena. Auf Höhe von Allon, heute Villajoyosa, gerät das Schiff höchstwahrscheinlich in einen Sturm. Es nähert sich der Küste, um in einem Hafen Schutz zu suchen. Dort kommt es nie an, vermutlich wegen eines Lecks sinkt das Handelsschiff mit der gesamten Ladung.
Quelle: Originaltext aus der CBN vom 21. September 2017

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Jalóns „Magnet“ wird 25
Jalón – at. Monika Buchholz hatte vor 25 Jahren einfach eine gute Idee, das zeigt sich bis heute. Samstag für Samstag wird es voll rund um den Rio Gorgos in Jalón. Wer einen der begehrten Verkaufsplätze auf dem Flohmarkt ergattern will, muss früh morgens da sein. Die meisten Plätze sind schon für Monate im Voraus reserviert. Auch Monika Buchholz hat einen dieser „festen Plätze“. Seit 25 Jahren – so lange gibt es den Flohmarkt – verkauft sie hier ihr Kunsthandwerk und ihre Tierporträts.
Quelle: Originaltext aus der CBN vom 20. Juli 2017

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Kennen Sie noch Florida Blanca am Mar Menor?

Wer schon länger an der südlichen Küste Spaniens wohnt, kennt mit Sicherheit noch das Restaurant Florida Blanca am Mar Menor bei Lo Pagan. Man konnte über einen Steg in das Restaurant gehen und durch einen Saal gelangte man auf der anderen Seite auf eine Plattform die auf dicken Holzpfählen im Mar Menor stand. Es war ein herrlicher Platz zum Relaxen, auf das Mar Menor schauen und um dabei sein Bier zu genießen. Dann verlandete das Restaurant immer weiter und wurde baufällig. Dann sollte es zu einem Museum umgebaut werden. Aber man hat den Zahn der Zeit erkannt und jetzt soll es wieder für den Tourismus hergerichtet werden. Der DTOC ist sehr darüber erfreut, weil einige Mitglieder dort viele schöne Stunden verbracht haben, siehe Bericht der CBN. Wir bedanken uns ganz herzlich, daß die CBN uns den Artikel zur Verfügung gestellt hat.

Alles nicht so schlimm!
Landeschef unternimmt Bootsfahrt auf Mar Menor und bestätigt gute Wasserqualität!

Cartagena – sg. Die Landesregierung von Murcia bemüht sich um Schadensbegrenzung angesichts des Verlustes der blauen Fahnen am Mar Menor. Alle Strände am Binnenmeer haben das Gütesiegel wegen der miserablen Wasserqualität im Sommer vergangenen Jahres verloren. Eine Nachricht, die in Medien spanienweit die Runde machte. Unternehmer und Landesregierung finden die Bewertung ungerecht. Das Mar Menor befinde sich derzeit in viel besserem Zustand als vor einem Jahr, hiess es. Landeschef Fernando López Miras und die Bürgermeisterrin von San Pedro del Pinatar, Visitación Martinez (beide Volkspartei, PP), unternahmen am 11. Mai einen medienwirksamen Bootsausflug auf dem Mar Menor, um anschliessend zu bestätigen, dass das Wasser weniger trüb und der Gehalt an Chlorophyll im Vergleich zu 2016 gesunken ist. Positive Werbung! Wären die aktuellen Wasseranalysen in Betracht gezogen worden, hätte das Mar Menor keine einzige Flagge verloren, behauptete López Miras und führte die Besserung der Lagune auf die Massnahmen der murcianischen Landesregierung zurück. Er betonte, die Regenerierung des Mar Menor habe Priorität. Seiner Meinung nach sei jeder aufgefordert, für das Mar Menor zu werben, um Besucher anzuziehen. Die Oppositionspartei Podemos warf dem Ministerpräsidenten unverantwortliches Handeln und Betrug an der Bevölkerung vor. López Miras verneinte die Probleme des Mar Menor und zeigte dasselbe Verhalten wie seine Vorgänger, das schliesslich erst zur Verwandlung der Lagune in eine grüne Suppe geführt habe, sagte Podemos-Sprecherin Maria Giménez. Sie prophezeite, dass die Aussagen weniger optimistisch ausfallen werden, wenn die Sommerhitze die Algenproduktion wieder explodieren lasse.
Foto: Carm (auf dem Bild Landeschef Miras (2. v. r. auf Exkursion auf dem Mar Menor)
Quelle: Originaltext aus der CBN vom 19. Mai 2017

Oliva – sk. Wieder mal gab sich die Nationalstraße N-332 als Schauplatz für eine Tragödie her. Am Kilometer 205 zwischen Oliva und El Verger raste am spanischen Muttertag ein Auto in eine entgegenkommende sechsköpfige Radsportgruppe aus Jávea. Die verheerende Bilanz: Drei Tote und zwei Schwerverletzte. Der Unfallort ein Trümmerfeld zerstückelter Räder auf dem Asphalt. „Dantesk“, nannte der erste Zeuge später das, was er auf der N-332 sehen musste. Verletzte und sterbende Sportler, und hundert Meter weiter hockte die 28-jährige Fahrerin in einer der Abfahrten in die Pampa, weggetreten, blutverschmiert und vollgedröhnt mit Alkohol und Kokain vor dem kaputten Auto ihres Großvaters. Am Sonntagmorgen des 7. Mai gegen 8.30 Uhr auf der N-332.
Das dritte Opfer dieses Horrorcrashs, José Antonio Albi, trug Jávea am Samstag zu Grabe. Wie bei den anderen beiden Verunglückten des N-332-Unfalls, Eduardo Monfort und Luis Alberto Contreras, begleiteten Hunderte von Radfahrern ihn auf seinem letzten Weg. Selten zuvor hat das Kollektiv der Radsportler auf eine so eindrucksvolle, bewegende und grausame Art und Weise seine Verletzlichkeit allen vor Augen geführt. Bürgermeister José Chulvi stand dieser Tage einer Gemeinde vor, die in der Trauer zusammenwuchs. Sichtlich bewegt forderte auch er mehr Sicherheit für Radfahrer. Seit Tagen bersten die sozialen Netzwerke und Medien vor offenen Briefen an die Unglücksfahrerin.
„Rette uns, Mörderin“, schrieb der Radsportler Patrick Ange an die Unglücksfahrerin Mavi Sánchez. Damit macht er nicht nur der wegen fahrlässiger Tötung angeklagten Unfallverursacherinn, sondern allen Autofahrern klar, wie sich ein bedrängter Radfahrer auf der N-332 fühlen kann. „Stell dir mal vor, du machst etwas was dir enorm gut gefällt, aber musst dabei alle fünf Minuten um dein Leben fürchten. Jedesmal spürst du, wie etwas in dir drin sich erst vor Angst, Schrecken und dann vor Wut zusammenzieht. Alle fünf Minuten fühlst du einen Stich in der Brust, und deine Arme und Beine fangen das Zittern an. Dabei machst du nichts falsch, sondern jemand anderes verstößt gegen die Gesetze, jemand, dem dein Leben nichts bedeutet, weil du ihn störst und er meint, sein Leben wäre in diesem Moment besser ohne dich.“
Quellenangabe: Quelle CBN-Online Ausgabe
https://www.costanachrichten.com/costa-blanca-nachrichten/aktuelle-cbn-ausgabe/gefaehrliche-strecke/